1. Spieltag Regionalliga


Ein "Fischkopf" in München – Wie kommt es dazu?

Die Badmintonwelt bzw. –familie ist klein und so lässt es sich auch erklären, dass ein Absolvent der Bundeswehruni Hamburg (und nicht München/Neubiberg) quasi in den Alpen auf Jagd nach dem gefiederten Ball geht. Kennen gelernt habe ich die Münchener Badmintontalente und Idole der Doppeldisziplinen bereits in der Jugend, wo man zumindest die Namen voneinander kannte, in etwa also so wie bei Groß-Cousins. Dies nutzte ich in meiner Zeit an der Offizierschule in Fürstenfeldbruck und schaffte es in den 9 Monaten bis zum Sommer 2005 sage und schreibe 7 Mal zum Training, so dass sich die Verwandtschaftsverhältnisse nicht wesentlich änderten.

Das sollte sich jedoch mit dem Übertritt in das Studentenleben im weit entfernten Hamburg schlagartig ändern. Ermöglicht wurde dies durch die legendäre Institution der Deutschen Hochschulmeisterschaften, wo neben dem Sport ja das Hauptaugenmerk auf der Geselligkeit liegt. Vielleicht lässt sich der Status nach diesen Events nicht als verheiratet bezeichnen, von einiger innigen Verschwägerung aber kann man spätestens seit gemeinsamen Nächten in fernen Ländern bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften sprechen.

Das Angebot zur Adoption kam dann in diesem Sommer während meiner erneuten Zeit an der Offizierschule in FFB. Darüber freute ich mich trotz der beiden letzten tollen Jahre in der 1. Mannschaft vom BV Gifhorn sehr (der ein oder andere mag die Aufstiegsspiele zur 1. Bundesliga zwischen Gifhorn und Rosenheim zu Ostern 2008 mit verfolgt haben), da nach der Beendigung meines Studiums der Politikwissenschaften mein neuer Lebensmittelpunkt Speyer heißt. Nahezu alle Mannschaften der 2. Bundesliga Süd lassen sich zwar von dort innerhalb einer Autostunde erreichen, bei keiner von diesen aber ist das Verhältnis so innig wie nach München, so dass jetzt die Auswärtsspiele zu Heimspielen werden und umgekehrt. Heimatlich fühle ich mich nach den letzten Monaten mit zahlreichen Trainingseinheiten und geselligen Nächten eh in München und erste Turniererfolge im Doppel mit Benni ließen sich auch schon erzielen (Erfolgsgarantie war wohl die gemeinsame Nacht in meiner neuen Kaserne).

Somit freue ich mich auf die kommenden Highlights, aus sportlicher Sicht der Saisonauftakt und die kommenden Deutschen Ranglisten und aus gesellschaftlicher Sicht der Besuch meiner ersten Wiesn.

Servus, pfirts euch, habe die Ehre (in Hamburg sagt man Tschüß)

der Helmchen-Jan


P.S.: Zum Abschluß möchte ich euch noch meinen kurzen, aber informativen Steckbrief und weitere Bilder von mir präsentieren.